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Aktualisiert: Mai 2026
Donnerstag, 21. Mai 2026, 19:30 Uhr im Matthias-Lauber-Haus
Über den Ursprung von Werten
Was leitet unser Handeln?
Zum Vortrag
Fake News, Künstliche Intelligenz und Fragmentierung prägen immer mehr unseren Alltag. Vermeintliche Gewissheiten schwanken und es ist nicht mehr selbstverständlich, was gilt und was nicht gilt.
Dennoch sind es unsere Werte, die unser Handeln im Privaten wie in der Gesellschaft und Politik bewusst oder unbewusst leiten. Kaufe ich das billige Fleisch, das teure Bio-Fleisch oder am besten gar kein Fleisch?
Kann ich eine sportliche Großveranstaltung in einem Land verfolgen, das gegen die Menschenrechte verstößt? Sind Menschenrechte überhaupt universell gültig oder nicht eher ein Instrument des Westens,
um sich eine vermeintliche moralische Überlegenheit über die arabische Welt, China oder Russland zu sichern? Schließen sich eine Macht-Politik und eine an Werten orientierte Politik aus?
Wer entscheidet, was gute und was schlechte Werte sind?
Der Vortrag wirft Schlaglichter auf historische und gegenwärtige Ansätze, Werte herzuleiten und zu legitimieren. Sie lassen sich in zwei Strömungen unterscheiden. Zum einen gibt es den Werterealismus,
der davon ausgeht, dass es objektive und feststehende Werte gibt, die kultur- und zeitunabhängig einsehbar sind und Gültigkeit besitzen. Zum anderen gibt es den Werterelativismus, der betont,
dass Werte stets kontextabhängig sind und deswegen auch nur eingeschränkt gültig sein können. Für beide Ansätze haben namhafte Denker, wie Platon und Aristoteles, Friedrich Nietzsche und Michel Foucault ihre Stimmen erhoben.
Anhand dieser und anderer Denker werden wir die Vorzüge, aber auch die Schwächen der jeweiligen Strömung kennenlernen und anschließend uns selbst ein Urteil bilden.
Eine mögliche Diskussionsfrage wird dabei sein, inwieweit man klassisch liberale Sätze, wie "Jeder wie er will, so lange dabei niemand zu Schaden kommt", noch in Zeiten,
in denen vermehrt Toleranz für intolerante Meinungen gefordert und die eigene Wahrheit absolut gesetzt wird, während Werte und Rechte nur für bestimmte Menschen gelten sollen, mit guten Gewissen vertreten kann.
Ziel der Veranstaltung ist, zur Reflexion der eigenen Werte anzuregen und für aktuelle Debatten zu sensibilisieren. Dazu sind alle herzlich eingeladen. Philosophisches oder theologisches Vorwissen ist nicht vorausgesetzt.
Über eine rege Beteiligung an der Diskussion freuen wir uns.



Zur Person:
Dr. theol. Maximilian Schalück, Pfarrer i.R., geb. 04. Juni 1993 in München
Berufliches
  • 2012: Abitur an der Freien Evangelischen Schule Lörrach
  • ab 2012: Studium der ev. Theologie, Germanistik und Erziehungswissenschaften für das Lehramt Gymnasium
  • 2021 - 2022 Anteilige Elternzeitvertretung der 1. Pfarrstelle an der Kirchengemeinde Nikodemus, München
  • bis 2023 Promotion am Lehrstuhl für Dogmatik, Religionsphilosophie und Ökumene der ev.-theol. Fakultät an der LMU
  • 2022 - 2024 Vorbereitungsdienst für das Lehramt Gymnasium in den Fächern Deutsch und ev. Religionslehre, 2. Staatsexamen
  • Studienbegleitend zahlreiche Fortbildungen sowie Lehrtätigkeiten als wissenschaftliche Hilfskraft

Berufliches
  • Übung: Examensvorbereitung unvertieftes und vertieftes Lehramt, Dogmatik
  • Unterrichtshilfen für Ev. Religionslehre für das Gymnasium in Bayern
    Lernbereiche "ER 11 LB1 Glaube und Vernunft - alte und neue Herausforderungen"
    "ER 11 LB 2 Freiheit leben" beim Religionspädagogischen Zentrum Heilsbronn (in Arbeit)
  • Das Faktum der Wirklichkeit
    Evolutionspsychologische und fiktionstheoretische Ük;berlegungen zur Rede von Gott.
    Dissertation, LMU München: Evangelisch-Theologische Fakultät, 2023
  • Theorie und Geist - Mögliche Aspekte einer neuen Theorie des Geistes.
    In: Anette Haußmann und Niklas Schleicher (Hrsg.), Aktuelle Theologie.
    Zur Relevanz theologischer Forschung. Stuttgart: Kohlhammer 2020, S. 61-76

Nach dem Vortrag laden wir Sie zu einer Gesprächsrunde mit einem kleinen Imbiss und Getränken ein. Wir freuen uns auf Sie!

Eli und Gerd F. Thomae, Pfr. Jost Herrmann

Für Nachfragen: Kontakt direkt über Mail

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